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PRESSEMITTEILUNGEN
21.11.2003
JuLis:
„Türkei-Äußerungen der Union
geschmacklos“
Berlin. Im Zuge der
Terroranschläge in der Türkei haben sich nun Unionspolitiker
zu Wort gemeldet, um ihre Vorbehalte gegenüber der Türkei zu
untermauern. Hierzu erklärt ALEXANDER ALVARO,
stellvertretender Bundesvorsitzender und Spitzenkandidat der
Jungen Liberalen zur Europa-wahl:
„Der Zeitpunkt für
diese Unions-Äußerungen ist geschmacklos. Die Union nutzt
bewusst die nun kurz nach der Anschlagserie vorhandene
Verunsicherung in der Bevölkerung aus, um Stimmung in eigener
Sache zu machen. Der stellvertretende Fraktionsvorstitzende
der CDU/CSU Bosbach schürt mit seinen Äußerungen doch nur die
Ängste der Menschen. Das ist unverantwortlich und an Polemik
und Unsachlichkeit schwer zu überbieten. Deutschland und die
Europäische Staatengemeinschaft müssen der Türkei
selbstverständlich als Freunde zur Seite stehen. Wer wirklich
denkt, dass der Terror einfach so vor der Europäischen Grenze
abprallt, nur weil die Türkei nicht Mitgliedsland ist, der ist
entweder ein Populist oder einfach nur naiv. Die Union scheint
die Türkei nun noch mehr als unangenehmen Nachbarn statt als
Freund anzusehen.“
ALVARO weiter: „Wer den Terror
bekämpfen will, der sollte in diesem Zusammenhang vor allem
die Brückenfunktion der Türkei beachten. Es wäre doch ein
positives Zeichen für die westlich orientierten Reformer in
der islamischen Welt, wenn die Europäische Union der Türkei
eine Aufnahme in Aussicht stellt. Auch für die Türkei müssen
die Kopenhagener Kriterien gelten. Genau dies fordern wir.“
V.i.S.d.P.: Cordt Detering, Pressesprecher, Mobil:
0172/5222565
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