Chef der Türkisch-Deutschen Vereinigung fordert neuen Ausbildungsberuf

Dönermachen will gelernt sein


Arbeiter in einer Dönerfabrik
Foto: dpa

Berlin - Ein bisschen Kraut, Tomaten, dazu Fleisch und Knoblauchsoße, das Ganze rein ins Fladenbrot - und zack, fertig ist der Döner. Wirklich? "Ganz so leicht ist's nun auch wieder nicht", sagt Achim Doerfer, 37, Vorsitzender der Türkisch-Deutschen Vereinigung (LTD). Er fordert: "Dönermacher und Dönerverkäufer soll ein Ausbildungsberuf werden."

Kein Witz! Doerfer ist die Sache durchaus ernst. "Die Döner-Branche ist ein bedeutender Wirtschaftszweig. Bei der Industrie-Produktion geht es schließlich um Hygenie, Fleischkunde, Gewürze usw."

Hersteller und Betriebe, so Doerfer, seien durchaus gewillt, entsprechende Lehrstellen anzubieten. Das habe er in Gesprächen immer wieder gehört. "Die Ausbildung sollte dann etwa zwei Jahre dauern."

Doerfer geht sogar noch einen Schritt weiter: "Auch Pizzabäcker könnte ein anerkannter Ausbildungsberuf werden." In Italien sei dies bereits seit langem so. Zusammen mit der niedersächsischen FDP will Doerfer jetzt eine entsprechende Verordnungsinitiative in den Bundesrat einbringen.



-> Kleine Dönerkunde: In Berlin gibt es etwa 1300 Kebab-Imbisse. Verzehrt werden nach Schätzungen täglich rund 25 Tonnen Fleisch am Spieß. Macht: grob etwa 250 000 Döner jeden Tag (550 Kalorien pro Stück)

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